Wenn Online-Spiele zur Sucht werden
von Andreas Mettler am 15.08.2008 Es sind nicht immer nur chemische Substanzen wie Alkohol oder Nikotin, die einen Menschen süchtig werden lassen. Suchtartiges Verhalten kann bei jeder Handlung auftreten, die im Übermaß ausgeführt wird und selbst Aktivitäten, denen im Grunde besonders positive und gesunde Attribute zugeschrieben werden, wie zum Beispiel der Sport oder die Arbeit haben schon so manchen Menschen zu suchtartigem Verhalten verleitet. Auch das Spiel ist im Regelfall ein Konzept, das dem Wohlbefinden des Menschen recht dienlich sein kann. Spielen hilft auf konstruktive Weise das strategische und logische Denken des Menschen zu schärfen und während dessen aktiv die Freizeit zu gestalten und etwas konstruktive Abwechslung zum Alltag zu finden. Doch insbesondere im Zusammenhang mit Online-Spielen berichten die Medien in jüngster Vergangenheit immer wieder über suchtartige Schicksale, die mittlerweile sogar schon mit dem Tod geendet sein sollen. Zweifellos mag es virtuelle Welten geben, die darauf abzielen, dass der Spieler insbesondere dann seine Erfolge und einen gehobenen virtuellen Status erreicht, wenn er eine möglichst ausgedehnte regelmäßige Zeit täglich in einer solchen Welt verbringt. Es gibt jedoch auch Internet-Spiele, die einfach ein paar unterhaltsame Minuten zwischendurch bieten und etwas strategisches oder geschickliches Können erfordern. Gerade die moderne Umsetzungen bekannter Spieleklassiker, die heute oft ohne weitere Installation von neuer Software spontan im Browser gespielt werden können, scheinen doch nur bedingt dazu geeignet zu sein, suchtartiges Verhalten zu fördern. Sie bieten vielmehr ein paar lustige Minuten zwischendurch und nicht selten auch etwas nostalgische Wehmut an jene Frühzeit des Computerspiels.
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