Gesunde Ernährung und die Ampel
von Andreas Mettler am 15.08.2008 Nicht nur der deutsche Verbraucherschutzminister macht sich seit Monaten stark für die Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln in Form einer leicht verständlichen Ampel, auch verschiedene europäische Amtskollegen favorisieren dieses Modell, den Verbraucher leicht verständlich zu informieren, welche Nahrungsmittel er in der Zukunft vermehrt konsumieren darf und welche Produkte besser zu vermeiden sind. Doch wie es mit leicht verständlichen Kennzeichnungsmodellen so ist, so können sie ebenso leicht auch falsch verstanden werden oder gar zur völligen Falschinformation des Verbrauchers führen. So wird diskutiert, die jeweilige Produktgruppe miteinander zu vergleichen, so dass zum Beispiel Kartoffelchips, die mit einem geringeren Fettgehalt zubereitet worden sind mit einem grünen Ampelpunkt ausgezeichnet werden könnten, während ein Linsen-Fertiggericht, das mit entsprechenden Konservierungsstoffen sich weniger gesund präsentiert als ein anderes Fertiggericht, mit einem roten Punkt markiert werden könnte. Stünde nun das rot markierte Linsengericht der grün markierten Tüte mit Kartoffelchips gegenüber, so könnte der Konsument leicht dem Irrglauben erliegen, das Linsengericht sei gesundheitsschädlicher als das Kartoffelprodukt, doch wenn das Ampelmodell sich an Produktgruppen orientiert, mag dies gewiss nicht der Realität entsprechen. Auch ohne Ampeln sollte es kein Problem für den Konsumenten sein, herauszufinden dass der regelmäßige Konsum von vitamin- und mineralstoffhaltigen Nahrungsmitteln wie Obst und Gemüse zweifellos einen guten Beitrag zum persönlichen Wohlbefinden leisten kann und dass auch eine ballaststoffreiche Ernährung Problemen wie der Obstipation (umgangssprachlich als Verstopfung bekannt) entgegenwirken kann.
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