Guter Rat in juristischen Fragen
von Andreas Mettler am 24.03.2009 Arbeitsrecht zählt zu den komplexesten Rechtsgebieten, mit denen man im beruflichen Umfeld in regelmäßigen Kontakt gerät. Es gilt hier, europäische Vorgaben, Bundes- und Landesrecht sowie Verordnungen und betriebliche Vereinbarungen umzusetzen und zu beachten, um arbeitsrechtliche Maßnahmen wirksam und rechtsverbindlich zu gestalten. Ein Arbeitsrecht Rechtsanwalt ist daher in größeren Unternehmen oftmals beschäftigt oder mindestens auf Honorarbasis im Einsatz, um in kritischen Situationen fachlichen Rat und valide Informationen zu vermitteln, denn aufgrund der komplexen Rechtsprechung, die durch die europäische Union mit ihren Verordnungen nicht einfacher, sondern anspruchsvoller geworden ist und immer noch oftmals zu Gunsten der Arbeitnehmer entscheidet, sofern formale oder andere Fehler vorliegen, ist es notwendig, Maßnahmen im Vorfeld auf ihre Belastbarkeit vor dem Arbeitsgericht zu prüfen und ggf. im Vorfeld zu reagieren und anzupassen. Wenn das Volumen der juristischen Beratung im Unternehmen nicht ausreicht, um eine eigene Stelle wirtschaftlich sinnvoll zu machen, dann sollten zumindest die Verantwortlichen im Bereich Personal zu einem Führungskräfte Training für juristische Fragestellungen geschickt werden, wo die wesentlichen Paragrafen und Vorgaben erörtert und vorgestellt werden und quasi die Fallstricke identifiziert werden, in die sich ein Unternehmen begeben kann. Diese beginnen durchaus nicht erst mit einem rechtsgültigen Arbeitsvertrag, sondern fangen bereits bei einem Vorstellungsgespräch an, bereits hier können Unternehmen durch eine unbedachte Wortwahl gegen Gesetze und Verordnungen verstoßen, die zumindest zu finanziellen Konsequenzen für das Unternehmen führen können. Und die Möglichkeiten, sich aus juristischer Sicht fehl zu verhalten, steigen exponentiell an, wenn ein Arbeitsverhältnis geschlossen wurde und in verstärktem Maße mit steigender Unternehmensgröße.
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