Server vor Viren schützen
von Andreas Mettler am 28.10.2010 Sicher ist es ein wenig übertrieben zu behaupten, ein Rechner ohne Virenschutz dürfe nicht einmal ans Stromnetz angeschlossen werden. Aber wie so oft macht Übertreibung auch hier anschaulich. Ein Rechner, der für sich alleine steht und nicht mit dem Internet verbunden ist, wird sich nicht mit einem Virus infizieren. Sobald aber die Internetverbindung hergestellt wird, ist das Risiko da, sich Malware, Spyware, gefährliche Viren, Würmer und Trojaner und haufenweise Spam einzufangen. Dabei kommt es nicht darauf an, besonders schlecht beleumundete Seiten zu besuchen. Jederzeit können sich fremde Programme unbemerkt in ein System einschleichen und dort womöglich schlimme Schäden anrichten.
Besondere Vorsicht ist in Netzwerken geboten, in denen ein Server die Verbindung zum Internet herstellt und alle anderen Rechner mit diesem Server verbunden sind. Ein Virus, der in den Server gelangt, kann sich blitzschnell im gesamten Netzwerk ausbreiten und sämtliche angeschlossenen Computer lahm legen und Daten zerstören. Passiert so etwas in einem Unternehmen, sind die Folgen meist verheerend und mit denen in einem Privathaushalt gar nicht zu vergleichen. Es sind schon Firmen an den Rand der Pleite geraten, weil sie wegen stillstehender Computer und kostspieliger Datenrettungen ihre Aufträge nicht bearbeiten konnten. Der standardisierte Virenschutz für Win Server 2010 zum Beispiel, ein oft benutztes Serverbetriebssystem, ist ohne Nachinstallationen nicht ausreichend, um dauerhaft die Sicherheit des Netzwerks zu gewährleisten. Generell wird angeraten, solche Betriebssysteme nicht nur direkt nach der Anschaffung nachrüsten zu lassen, sondern auch durch regelmäßige Upgrades und Backups dafür zu sorgen, dass alle zugehörigen Rechner stabil und virenfrei ihre Arbeit tun können. Die Ausgaben für solche vorbeugenden Maßnahmen lohnen sich im Hinblick auf die horrenden Kosten, die ein Schadensfall mit sich bringt.
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