Brücken Gondeln und Paläste
von Andreas Mettler am 20.04.2011 Es gibt Städte auf der Welt, die haben etwas Magisches an sich, etwas, das nie sterben kann und nicht nur die Einheimischen, sondern auch Reisende und Gäste inspiriert und beflügelt. Städte, in denen Schriftsteller ihre Kommissare besonders gern ermitteln lassen, Städte, in die Männer ihre Geliebten mitnehmen, um ihnen dort einen romantischen Antrag zu machen, Städte, in denen alte Geschichten lebendig sind und neue Geschichte geschrieben wird. Die Lagunenstadt Venedig ist eine davon. Man sagt, ein Urlaub in Venedig sei die pure Romantik. Wer sieht nicht gleich die vielen Brücken und Kanäle vor sich, durch die der Gondoliere seine Gondel stakt und dabei ein verträumtes Lied singt? Oder die verwinkelten Gassen, die auffliegenden Tauben auf dem berühmten Marcusplatz, die Seufzerbrücke, die alten Paläste, den Karneval mit seinen geheimnisvollen und schönen Masken? Das alles gibt es nicht nur im Film, das kann man bei einem Kurztrip nach Venedig selbst erleben und sich davon überzeugen, dass es mindestens genauso romantisch ist wie in allen Filmen, die man schon darüber gesehen hat.
Die Geigen des berühmten Geigenbauers Stradivari bekamen ihren Klang zum Teil auch daher, weil das Holz, aus dem sie gebaut waren, im speziellen Wasser der Lagune gelegen hatte. Das Stadtbild Venedigs ist einzigartig in der Welt, allein deswegen sollte jeder wenigstens einmal dort gewesen sein. Man darf auch nicht vergessen, dass es diese wundervolle Stadt vielleicht irgendwann nicht mehr geben wird: Immer wieder wird sie von Überschwemmungen heimgesucht, müssen Bauwerke restauriert und repariert werden. Und das wird vor allem mit dem Geld bewerkstelligt, das die Touristen bringen.
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