Gesetzliche Krankenkassen abschaffen?
von Andreas Mettler am 11.01.2012 Die Einführung der Versicherungspflicht für alle Bürger in Deutschland ist gerade in Kraft, da werden schon andere Stimmen laut. Stimmen, die die generelle Abschaffung der gesetzlichen Krankenkasse fordern. Ob dann jeder Bürger verpflichtet werden soll, eine private Krankenversicherung abzuschließen ist noch völlig ungeklärt. Auch ob das zum Basissatz der privaten Krankenversicherung von momentan etwa 570,00 Euro maximal sein wird ist noch fraglich. Der Gesundheitsfonds zur Verteilung der Beitragseinnahmen, seit dem 1. Januar 2009 aktiv, soll nach Willen der FDP ebenfalls wieder abgeschafft werden. Die Partei wollte nach eigener Aussage nach der Bundestagswahl im Herbst 2009 ein einfaches, transparentes und leistungsgerechtes Gesundheitswesen schaffen und beim Bundestag beantragen.
Sollte diese Vision Wirklichkeit werden, so wird ein Beitragsvergleich wichtiger denn je. Einen schnellen Überblick verschafft sich heute schon jeder Interessierte, mit der Suche nach Versicherungsvergleiche Private Krankenversicherung in jedem Suchdienst. Wie der minimalste Leistungskatalog der Versicherer aussehen soll weiß bisher noch niemand, könnte aber dem des Basistarifs der PKV vergleichbar sein. Nach der Forderung ist bisher nur klar, dass für die Versicherungen die Aufnahmepflicht bestehen bleiben soll, die aktuell schon für alle Bürger gilt. Natürlich kommt diese Nachricht nicht überall gut an. Nachdem weder die Leistungen noch die Kosten für die Krankenversicherungspflicht in der PKV tatsächlich eingeschätzt werden können, befürchten einige private Krankenversicherungsunternehmen das zum Beispiel kinderreiche Familien, deren Mitglieder ja alle selbst versichert werden müssten, als auch Hartz IV - Empfänger Schwierigkeiten mit den Beiträgen bekommen könnten, wenn der Staat nicht regulierende Maßnahmen für diese Personenkreise einrichtet. Die andere Seite ist, dass aktuell in der gesetzlichen Krankenkasse Pflichtversicherte die Hoffnung äußern, weniger Beitrag im Monat für ihre Krankenversicherung bezahlen zu müssen. Es könnte passieren, dass hier die Schere zwischen ausreichender und guter gesundheitlicher Versorgung noch weiter klafft, als es jetzt schon der Fall ist.
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