Der Coach und der Coachee
von Tim Musilo am 18.01.2012 Insbesondere im Sport spricht man häufig vom Coach, wenn man einen Vereinstrainer meint. Streng genommen sind damit besondere Trainercharaktere gemeint, beziehungsweise bezieht sich dieser Begriff auf eine spezielle Wahrnehmung der Person eines Trainers in der Öffentlichkeit. Ein Coach ist etwas mehr als ein Trainer. Der Coach ist über das tägliche Training und Führen und „Einstellen“ der Mannschaft hinaus ein Motivationskünstler und Begleiter jedes einzelnen Spielers auf dem Weg zu einem höheren Ziel. Man könnte also sagen, der Coach ist ein Trainer plus einer besonderen Metaebene. Es verwundert nicht weiter, dass dieser Begriff zunächst im Sportwesen Einzug hielt, denn gerade im Ballsport und insbesondere Fußball kommt natürlich dem persönlichen Einfluss des Trainers eine besondere Bedeutung zu, wenngleich der Trainer selbst ein völlig passiver Teilnehmer am eigentlichen Sport ist.
Dieses nuancierte Ausdrücken des Begleitens im Sinne eines metaphysischen Lenkens und Leitens bei gleichzeitiger größtmöglicher Passivität ist nach wie vor ein Charakteristikum des Begriff des Coachs und des Coachings. Inzwischen hat sich die Verwendung des Wortes über den Sport hinaus ausgebreitet. Grundsätzlich kann man darunter das Begleitet-werden verstehen mit einer zuvor festgelegten Zielsetzung. Diese etwas weiter gefasste Bedeutung des Wortes ist vor allem in den USA zu finden, wo durchaus auch Nachhilfelehrer sämtlicher Disziplinen als Coach bezeichnet werden können. Im deutschen Sprachgebrauch findet Coaching in erster Linie Anwendung für Schulung und Weiterbildung von Führungskräften eines Unternehmens. So erhalten beispielsweise Führungskräfte Coaching in Rhetorik und Kommunikation und vielen anderen Gebieten, die für ihr tägliches Auftreten relevant sind. Wenn jemand „gecoacht“ wird, dann wird er als Coachee bezeichnet.
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